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Blick in einen Alptraum

Blütenstaub, 13. Januar 2010
Blick in einen Alptraum

Erklär mir wo die Grenzen sind
In einem Kopf voll Fantasie
Erklär´s mir und dem kleinen Kind
Denn selbst verstehen werd ich´s nie

Sag mir wo fängt der Himmel an
Wo zieht er seine Bahnen
Im Traum bin ich so nahe dran
doch hier muss ich ihn malen

Wer sagt mir was ich träumen darf
Wer sagt mir wenn ich träume
Ist das Messer dort so scharf
So sitz ich dann und weine

Denn jeder Traum kann mich entmachten
Jeder Traum kann mich verführn
doch selbst kann ich nicht mehr drauf achten
So werden mich die Träume führn

In Dunkel und Verlassenheit
Ins Grau verlorner Seelen
Doch bin ich nicht dafür bereit
die Hölle zu durchqueren

Doch fragt mich keiner was ich will
Ich sehe was sie geben
Entmachtet bei mir das Gefühl
das mir dann sagt zu gehen

So lauf ich blind und angstvoll rum
Im Abgrund mancher Seele
Komm ich manchmal darin um
und es umgibt mich Schwere

Und all die Toten, all der Schmerz
vergiftet mein Empfinden
So hämmert in mir nur mein Herz
und sagt ich sollt verschwinden

Doch in mir tobt die Fantasie
und nicht nur voller Freude
Denn drückt der Alptraum nieder sie
und so bin ichs, der leide

Und laufe ich ins Nirgendwo
und laufe immer weiter
doch friere ich beim laufen so
Die Welt ist nicht mehr heiter

Die Welt in mir ist manchmal blass
dann wieder ist sie dunkel
Mal macht sie mir gar so viel Spaß
wenn Sterne herabfunkeln

Doch dann entsteht ein Bild vor mir
aus grauen Fetzen lebend
und schluckt es mich, wien hungriges Tier
Die Erde - vor Angst bebend

So lauf ich in der Nacht herum
an Leichen und an Toten
Dreh ich mich manchmal nicht mehr um
denn umdrehn ist verboten

Und beschleicht mich das Gefühl
dass ich gar nicht mehr träume
Dann weiß ich nicht mehr was ich will
So sitz ich dann und weine

Und erst wenn dann der Wecker schrillt,
wenn mich der Morgen weckt
Dann ist mein Herz so ausgekühlt
und ich bin aufgeschreckt

Der Tag scheint wie ein Kaugummi
Ich bin nicht wach, doch müde
Vergesse ich die Bilder nie
Der Himmel scheint so prüde

So sag, wo fängt der Himmel an
wo kann ich Sonne sehen
Und dann erinner mich daran
auf festen Bein´ zu stehen.

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