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Gefangen im Käfig der Einsamkeit

kayos, 08. Februar 2010
In der Leere der Welt verharrt, im Dunklen stehend, ein einsames
Wesen, bestraft vom Leben, scheint für ihn kein Licht, das ihn
erhellt
Er ist ganz allein, sein Innerstes völlig entstellt, er kann und
darf nicht glücklich sein in diesem Dasein
Keiner hört seine Hilfeschreie, keiner steht an seiner Seite und
keiner hört sein trauriges Wein(en)
so verlassen allein!
Alles verstummt in der Ferne der inhaltslosen Weite
Hoffnung schweige!
Hoffnung schweige!
Du sollst sterben also sei leise!
Einsamkeit ist des Menschen verderben, zersplittert ist seine Seele
in abertausend Scherben
Keine Geborgenheit und Wärme er noch kennt, das Leben unaufhaltsam
ihn aus seiner Seele rennt
Nur noch der Schmerz des Verlassenen tief in ihm brennt und sein
Schicksal lenkt, keiner ihn Zuneigung oder Hoffnung trostspendend
schenkt
Das Herz wird kalt und vereist, die Einsamkeit ihn völlig zerreißt
Sein Fluch heißt Einsamkeit, der ihn voll und ganz verzert und ihm
das Glück verwert
Gebrochen ist sein Wille, seine Lebenskraft wurde erstickt in der
einsamen Stille
Die Leere füllt seine verletzte Seele mit Dunkelheit und schneitet
ihn vom Leben ab
Ihm ist so, als hätte es ihn nie gegeben, als hätte er nie Gefühlt,
nie Gedacht und nie Gelacht im Leben

Gefangen im Käfig der Einsamkeit wartet er darauf, dass man ihn
befreit
Gefangen im Käfig der Einsamkeit, erträgt er wehmühtig sein ihn
quälendes Leid
Gefangen im Käfig der Einsamkeit sein Wesen rastlos schreit
Gefangen im Käfig der Einsamkeit steht die Zeit

Sein Licht ist fast erloschen, zu viel Blut hat er schon vergossen,
das Dunkel kommt zu ihm gekrochen
Aussichtslos erscheint die rettende Befreiung, die Zeit steht,
dennoch ist sie bald um
Verwert bleit die Heilung und das Allein frisst ihn schlingend auf
Es ist ein unaufhaltsamer tötlicher Schicksalsverlauf
Das Herz färbt sich schwarz und nur noch für den Schmerz es schlägt,
verlorene eisige Einsamkeit sein Name trägt
Er erblindet vor Verzweiflung, dessen Last sein Gewissen plagt,
welches einst zufrieden wart, doch nichts ist geblieben
Innerlich zerrissen, zu ihm kommt das Nichts geschlichen, welches
seine Erscheinung verblassend auflöst und ihn ins Vergessen stöst
Die Augen sind offen und doch sehen sie nichts, die Leere hat ihn
ergriffen und wird nun alles Bedeutsame vernichtend vergiften
Die Erfahrung lies ihn erfrieren und erblinden, seine Ruhe darf und
wird er niemals finden
Ja es stimmt, das Erfahrung einen das Augenlicht nimmt
Erfahrung kann manchmal blinder machen, als zwei ausgestochene Augen
und raubt dir deine Kraft zu Glauben
Verbannt im Nichts ist er von Einsamkeit besessen, die Anzahl des
Allein-Seins kann er in seinen Tränen messen
Eingeschlossen ist seine Seele verloren, die kraftlose
Hoffnungslosigkeit hat sein Unheil beschworen
Die Freiheit scheint ihn fern, erloschen ist sein einst heller Stern
Bodenlos ist sein Fall, von Einsamkeit geprägt, die Zeit in der
Leere des Nichts untätig steht und doch ist es für dieses Wesen zu
spät
Bitte Hoffnung leb!
Bitte Hoffnung leb!
Du darfst nicht sterben, es wäre mein ewiges Verderben!

Gefangen im Käfig der Einsamkeit wartet er darauf, dass man ihn
befreit
Gefangen im Käfig der Einsamkeit, erträgt er wehmühtig sein ihn
quälendes Leid
Gefangen im Käfig der Einsamkeit sein Wesen rastlos schreit
Gefangen im Käfig der Einsamkeit steht die Zeit

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