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Gedicht

 
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Foto von weeperangel

Einsames Kind...

weeperangel, 19. Januar 2012
Langsam schiebt sich der Tag vor die Nacht,
der Himmel zeigt sein Gesicht,
lässt Mensch, Tier und Blumen erwachen,
die Sonne uns Licht verspricht.

Nur am Strassenrand einsam ein Kind,
mit traurigem Blicke, gesenktem Haupt,
schütter sein braungelockter Schopf,
auf kaltem Boden, das Haar verstaubt...

Durchgefroren von kalter Nacht,
die Kleidung feucht vom Morgentau,
schiebt vor sich eine grosse Last,
in dieser Welt so rauh.

Dieses Kind ich nicht vergesse,
seh das Gesichtchen vor mir,
auch wenn es mir dann zugelächelt,
seh ich den Kummer in dir...

Die Kraft der Sonne erblasst,
der kalte Mond erleuchtet dich,
es sind die Wächter der dunklen Macht,
dein Antlitz stolz und so zerbrechlich...

Ich schau zurück, seh dich nicht mehr,
doch dein Bild noch eingefangen,
du hattest mir ein Lächeln gezaubert,
und bist deinen Weg gegangen...

Wo gingst du hin als die Nacht einbrach,
fortgeflogen wie ein Schmetterling,
wo ist die Mutter, die deinen Kummer nahm,
die dich liebevoll im Schlafe singt...

Kommentare

 
23.04.2012 Sternl67

Die Hintergrundgeschichte möchte ich sehr gern kennenlernen - soweit es eine gibt. Manchmal ist es Fantasie. Man weiß es nicht. Was ich selbst schreibe ist meist aus eigener Erfahrung.
Ich finde Dein Gedicht sehr schön geschrieben - geheimnisvoll wirkt es auf mich.