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Der Baum

Conrad von Retzenburg, 02. September 2012
Ich stand ihm gegenüber dem alten Baum.
So mächtig in seinem Wesen,
so einmalig in seiner Erscheinung,
legte ich meine Arme um ihn und ward eins
in diesem Augenblick mit dem Baum.
Ich tauchte ein in ihn und war Er.
Ich war der Samen der zu Boden fiel,
ich war der Keim der sich den Weg in die Erde bahnte
um Halt und Nahrung zu finden.
Ich war jung sah und hörte das Kriegsgetümmel,
ich sah spielende Kinder, die um mich tanzten.
Ich streckte meine Wurzeln weit in die Tiefe der Erde und
meine Äste weit in den Himmel.
Ich wuchs und wurde einmalig in meiner Form
und meinem Wesen.
Ich fand die Stärke in mir, die Wurzeln im Boden
aufrecht stehend die Äste in den Himmel gesteckt.
Als ich auftauchte war ich anders, stärker als je zuvor
einmalig in meinem Wesen und ein Teil des Universums.
Kraft schöpfend aus den Wurzeln, die Arme dem Himmel
entgegen zu strecken bin ich für immer ein Teil von ihm,
dem Baum.

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