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Was ist Weihnachten...

Lyo, 28. Dezember 2003
Was ist Weihnachten...
(Eine Geschichte zum Nachdenken von Lyo Craw)


Weihnachten... Zeit der Stille, des Friedens der Harmonie und des vergebens. Zeit der Liebe und Geborgenheit...
Das sollte man meinen. Doch nicht für einen guten Freund von mir...
Heilig Abend heißt für Ihn Zeit der Einsamkeit, der Kälte und des Schmerzes.
Alleine sitzt er in seinem Zimmer, vor ihm eine brennende Kerze, geschmückt und verziehrt mit dem Bild der Jungfrau Maria.

Er sieht aus dem Fenster, beobachtend wie der kalte Abend den Tag besiegt. Doch nicht nur draußen ist es Kalt... Auch in Ihm ist es schon seit einiger Zeit kalt geworden und die Dunkelheit hat Einzug gehalten. Doch das war nicht immer so... Ich kannte ihn als lebensfrohen, energiegeladenen Menschen, der für alles offen und zu allem bereit war.

Er beobachtet das Treiben der Menschen, wie Sie nach Hause eilen um Geborgenheit in deren Familien zu finden. Auch er dachte einst zu einer Familie zu gehören... Und die Sehnsucht nach dieser war sehr groß.
Bis er eines Besseren belehrt wurde. Gedanken an vergangene Zeiten machen Ihm das Leben schwer.
Der Raum wird Ihm zu eng. Als würden die Wände auf Ihm zukommen... So beschließt er raus zu gehen um vielleicht etwas von dem Glück und er Geborgenheit der Menschen zu erhaschen. Doch die Straßen waren Menschenleer. Nicht einmal Autos fuhren... Der Wind war schneidend kalt und er fror. Doch er ging einfach weiter ohne bestimmtem Ziel. Immer wieder fiel sein Blick in die beleuchteten Fenster, wo er die Menschen fröhlich vereint vor dem geschmückten Baum sah. Wie Sie Lieder sangen und sich Geborgenheit vermittelten. Es schnürt ihm die Kehle zu.. Das alles vermisste er sehr.
Bis vor einiger Zeit durfte auch er sich im Schoß einer Familie glücklich wissen. Er ging weiter und aus der Ferne vernahm er das läuten einer Kirchenglocke. Tausend Gedanken gingen Ihm durch den Kopf, doch alle drehten sich nur um das eine... Um die Frau die er über alles liebte. Unbewusst dessen wo und wie lange er schon ging, hielt er plötzlich inne. Er glaubte eine Ihm bekannte Stimme gehört zu haben. Es sah sich um, und bemerkte das er vor dem Haus seiner liebsten stand. Angenehm gedämpftes Licht schien aus Ihrem Fenster herab und so beschloss er einen Blick zu riskieren. Da war Sie... Unverändert schön wie am ersten Tag. Zu Ihrer linken Ihre Tochter, welche fast so strahlte vor Glück wie der Wunderschön geschmückte Baum. Er wollte sich schon so viel Mut zusammen raffen, um bei Ihr zu läuten, als er zu Ihrer rechten plötzlich einen anderen Mann an Ihrer Seite sah. Ein anderer der nun seinen Platz in Ihrem Leben eingenommen hat. Nun konnte er nichts mehr zurück halten, und die Tränen schossen wie ein Wasserfall herunter. Begleitet von schmerz und einem Gefühl als würde alles in ihm zerdrückt werden. Das Atmen fiel ihm plötzlich schwer und es überkam ihm ein Gefühl als würde jemand seine Kehle zuschnüren.

Alles erschien ihm auf einmal so sinnlos, und er fragte sich wozu er überhaupt noch auf dieser Welt sei.
Resignation, Trauer Frust Depression ... Des Lebens müde und überdrüssig...
Wo war Sie, die Zeit des glücklich seins... Diese Frau war, ist und wird es immer sein... der einzige Schlüssel zu seinem Schloss, seinem Glück, seinem Herz.
Ich verstehe bis heute nicht, was damals bei Ihm vorgefallen ist, das er heute nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Er hat sich verloren ohne Chance sich wieder zu finden.

Diesen, meinen guten Freund sehe ich auch heute noch täglich... Jedes mal wenn ich in den Spiegel sehe...


In Memorial.....
Lyo Craw