Geschichte![]()
Der Himmel ist sehr wolkenbedeckt doch gibt er dem nahenden Sonnenaufgang einen extra markant schönen Stich hinzu. An einigen Stellen allerdings, wo der Rest des Himmels noch Grau und Dunkel ist, ist sein Anblick mit Wolken nicht so schön ... doch das will ich hier nicht beschreiben. Zu meiner rechten Seite taucht gelegentlich eine wunderschöne hauchdünne Sichel auf. Wie ein schiefes Auge das mich anblinzelt, sieht der Mond auf mich herab. Dadrunter erscheint der Himmel in den herrlichsten Gelbtönen überdeckt mit herrlichem hellen Blau. Doch nun der schönste Anblick von allen: Hinter dem Berg vor mir taucht, noch unsehbar, die Sonne auf. Eigentlich nur eine Vermutung doch eine gottgleiche Kombination aus den wunderschönsten Rottönen gefolgt von einem herrlichen Gemisch aus Gelb- und Hellblautönen bestätigt sie. Im Vordergrund noch immer einige wenige dunkle Wolken die das Bild nur faszinierender machen. Wie eine Armee in den Feldzug, ziehen die Wolken nach rechts auf einen kleineren Berg zu, der im Morgenrot im Gemisch mit dunklen Wolken wie ein Vulkan wirkt. Nun klart der Himmel über und vor mir auf. Nur ein paar kleine, fast schon durchsichtig, weiße Wolken leisten einen letzten Widerstand der nicht so recht Glaubhaft wirkt. Immer heller und heller wird es, während die Wolken, geschlagen vom selben Takt, immer weiter ziehen. Singvögel füllen das Bild mit traumhaftem Gezwitscher auf. Sie geben ihm Leben, Lebendigkeit und Frohsinn. Einige Raben schwirren in der Luft umher und verkündigen mit stolz geschwelter Brust den neu beginnenden Tag, auf das es alle Tiere, Pflanzen und Menschen vernehmen. Gemächlich, Taktvoll, Ruhig und mit einer gehörigen Portion Geduld steigt die alte Sonne langsam aufwärts. Für mein Auge noch nicht zu sehen, doch in meinem Herzen genau bewusst. Wie ein argwöhnisches Grinsen scheint nun die noch sichtbare Sichel des Mondes, der genau zu wissen scheint das auch seine Zeit wieder kommen wird. Am fernen Horizont, zwischen den beiden Bergen, taucht der Himmel mit golden behängter Brust hervor. So wunderbar golden das alle Welt es sehen kann und doch nicht zu gleißend auf das sie sofort geblendet werden würde. Wie ein fliegender Phoenix zieht es ein Flugzeug immer mehr Richtung Sonne. Fast scheint es als will es im Goldenen Glanz versinken, wie das Auge das es anblickt. Die Wolken wirken am rechtseitigen Horizont wie Berge, die dort ein Maler mit viel Fleiß hingezeichnet hätte. Wie ein wunderschönes Ballkleid zeigt sich der Himmel nun. Himmelsblau, die Farbe des eigentlichen Kleides, doch wie nachträglich vom Schneider eingefügt ist es mit Goldfäden durchwirkt. Eine Eule kündigt laut ihren Schlaf an und damit wachen ganz viele kleine Mäuse auf die nun wieder die Gelegenheit haben sich ungestört das ein oder andere Stück Käse zu stibitzen. Immer heller und goldener wird der Punkt an dem die Sonne bald auftaucht. Wärme, die auch meinen Körper durchflutet, scheint zu rufen: „Die Herrin kommt. Macht euch gefasst auf die Präsenz der Schenkerin allen Lebens!“ Auch der Mond scheint dies vernommen zu haben, denn wie es so seine Art, hat er sich einfach vom Himmel gestohlen. Der erste müde Ansatz blickt am Berg vorbei. Doch wie eine fintierte Attacke scheint sich die Sonne wieder kurz zurückzuziehen. Doch endgültig scheint die rüstige alte Dame sich entschlossen zu haben, die Stufen ein weiteres mal zu besteigen. Und so klettert sie empor und alle Vögel zollen ihren Respekt mit einem kurzen Moment der Stille. Den Raben hat es ganz die Sprache verschlagen. Stumm sehen sie zu wie die Sonne sich selbst ankündigt. Als ob sie so etwas nötig hätte, denn trotz ihres hohen Alters verzichtet sie sogar auf jegliche Gehhilfen. Traumhaft erhebt sie sich, perfekt im einzigen Tal zwischen den beiden Bergen die gerade drum zu streiten scheinen wen die alte Dame mehr mag. Doch der Streit scheint die Sonne keineswegs zu stören, es wirkt sogar als trage sie nun ein kleines Lächeln im Gesicht. Und wie die letzte Ankündigung läutet von weither eine Kirchenglocke den Tag ein. Und wieder ist ein neuer Tag geboren der zum Sterben verdammt ... . _________________________________ Vor einer ewig langen Zeit... Kommentare![]()
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