Geschichte![]()
Immer wieder kam die Vergangenheit, immer, wenn seine Augen das Dunkel der Nacht annahmen und in die Zukunft zu blicken versuchten. Die Vergangenheit schlich sich in seine Gedanken und quälte ihn. Sie machte ihm Vorwürfe, sie hieß ihn schuldig, doch das Urteil musste er selbst fällen. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis es soweit war. Dann, endlich, das Zeichen! Aus purer Verzweiflung und Sehnsucht erzwungen nahm er das Zeichen wahr, er hatte nichts mehr zu verlieren. Alles ging sehr schnell. Er stand der Hoffnung gegenüber, da erstrahlte er. Ein Licht, ein Lächeln, eine Berührung. Eine Berührung? Er konnte es kaum wahrhaben, aber die Hoffnung hatte ihre warme Hand auf ihn gelegt. Dieses Gefühl richtete ihn auf. Doch ohne, dass er es merkte, zog die Hoffnung ein rottriefendes Messer hinter ihrem Rücken hervor und blendete ihn. Aber er merkte es nicht, denn seine Augen brauchte er nicht mehr, er hatte seine Träume und Erinnerungen wiedergefunden, die mit Augen nicht zu erfassen waren. So bemerkte er auch nicht, wie die Hoffnung langsam verflog. Sie hatte ihn gerettet. Tage später, immer noch im Bann der Hoffnung gefangen, glaubte er sich plötzlich einsam. Doch was war passiert? Seine Augen begannen zu heilen und er sah wieder alles: die Menschheit, die Realität, das alte Leid. Er war gefangen, das Leben sein Kerker und er hatte nur einen Gedanken: Endlich ausbrechen. Die Hoffnung hatte ihn daran bisher immer hindern können. Jetzt aber erkannte seinen Feind. Sie hatte ihn so tief fallen lassen. Rache, Widerstand, Freiheit! Mit diesen in seinem Kopf festgefressenen Schlagworten schaffte er es, sich zu befreien und entschwebte langsam seinem Kerker, seinem Körper. Nie wieder sollte die Hoffnung ihn anlächeln, nie wieder würde er ihr diesen, einen Gefallen tun. www.kleinschmelzi.de.vu Kommentare![]()
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