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Eine Reise durch die Nacht

, 23. Januar 2004
Eine Reise durch die Nacht

Klar ist die Luft in dieser Nacht und der Himmel leuchtet uns den Weg mit flackernden Sternenfackeln.

Vorbei an den Strudeln der Zeit geht unsere Reise in das Innere der Seele. Hier hat die Zeit ihre Bedeutung verloren und wir vergessen die Sanduhr des Alterns.

Wir vergessen die Vergangenheit, verschwenden keinen Gedanken an das Morgen, sondern leben hier nur für den Augenblick. An diesem Ort ruhen wir in uns selbst.

Wenn wir mutig sind, schreiten wir durch das Haus der Spiegel und schauen der Wahrheit ins Gesicht. Überrascht nehmen wir zur Kenntnis, dass wir nicht klein und nichtig erscheinen.

Denn unsere Liebe zum Leben und der Natur macht uns groß. Jedoch der Respekt vor anderen Menschen und die Gabe zu Geben machen uns erst weise. Noch viel mehr gibt es im Haus der Spiegel zu sehen und zu erfahren. Doch für heute eilen wir weiter.

Nebel liegt nun über der Landschaft, graue Schleier, die uns den Blick versperren. Doch Furcht ist unnötig, wenn wir nur Vertrauen haben. Euch vertraue ich meine Worte an und fühle, sie liegen in guten Händen. Und ich weiß, der Nebel wird steigen und mir den Blick auf Neues offenbaren... Neue Menschen, die ich kennen lerne, neue Gedanken, die es auszutauschen gilt, neue Landschaften, die auf Entdeckung warten, oder einfach nur neue Augenblicke, die erlebt werden wollen. Irgendwo findet sich immer ein Licht, das für uns leuchtet. Mag es uns auch noch so klein erscheinen.

Nun fliegen wir auf weißen Wolken in die Unendlichkeit. Aus dem Weltraum erscheint unsere Welt wie eine schimmernde Perle in der Nacht. So viele Menschen leben dort, atmen, lachen, weinen, schreien und freuen sich. Und wir sind ein Teil von diesem Wunder! Wir füllen diesen Planeten mit unserer Existenz, wir hinterlassen Spuren auf unseren Wegen. Nicht mächtige Weltwunder sind es, die Bedeutung haben, sondern unsere Träume und Gedanken, die nur alleine Wunder bewirken können.

Ist es nicht überhaupt ein Wunder, miteinander zu kommunizieren? Jetzt in diesem Augenblick spreche ich zu Menschen, die weit weg von meinem Heim leben. Und doch hört ihr mir zu, teilt meine Gedanken. Warum dies Wunder nicht einfach genießen anstatt uns mit dunklen Gedanken zu plagen? All die Dunkelheit, die es auf dieser Welt gibt, haben nur wir erschaffen.

Doch seht nun, die Sonne geht auf und begrüßt den neuen Tag. Hier nun muss ich euch wieder verlassen. Doch ich hoffe, wir sehen uns wieder ...

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