Geschichte![]()
Ich schaue mich um, um ganz sicher zu gehen, dass ich alleine bin. Niemand da. Ich schlendere über die Ebene und frage mich was hier wohl vorgefallen ist. Warum ich hier bin? Eine gute Frage, doch eine Antwort darauf habe ich noch nicht, ich soll etwas erledigen das ist klar, aber was? Vielleicht soll ich die Seelen befreien? Nein so barmherzig bin ich nicht und der, der mich ausgesandt hat ebenfalls nicht. Ich bereite mich auf etwas unerwartetes vor, sicher ist sicher. Hier ist nichts einfach gar nichts, was soll ich nur hier? Ich konzentriere mich. Da, ein leises Scharren, was das wohl sein mag? Ich höre das Geräusch, aber ich kann immer noch nichts sehen. Ich gehe weiter und das Scharren wird lauter. Etwas kleines trippelt an mir vorbei, eine Ratte. Weiter vorne liegt etwas, ich gehe hin und erstarre. Das kann nicht sein, mein einzigster Gedanke. Da liegt eine Person und diese ist das wichtigste für mich auf der Welt. Bin ich deswegen hier, um sie zu holen? Aber da ist kaum noch etwas, sie ist fast nur noch eine leere Hülle, aber noch ist ein kleiner Lebensfunke in ihr. Langsam gehe ich in die Knie und hebe ihr Gesicht. Mein Engel was ist nur passiert? Sie schaut mich an, aus leeren, trüben Augen. „Wer ist da?“ Ihre Stimme so schwach. „Ich bin es mein Engel.“ Ihre Augen werden klarer, nun erkennt sie mich. „Wo bin ich?“, fragt sie, „Wie komme ich hierher?“ Fragen auf die ich keine Antworten habe. „Ich weiß es nicht, aber jetzt bin ich bei dir.“ Ich hätte nie gedacht das ich einmal das wichtigste für mich selbst, zu mir hole. Keiner weiß was ich mache. „Mir ist so kalt!“ Ich nehme sie in die Arme, „Verlass mich nicht.“ Nein niemals, du gehörst zu mir. Ihr Atem geht schwerer, nein bitte nicht! „Sprich mit mir!“ Keine Antwort, sie ist ohnmächtig. Sanft rüttle ich ihre Schultern doch es gelingt mir nicht sie aufzuwecken. Ein letzter Atemzug und sie ist tot. Mein Denken setzt aus, da ist nicht einmal Schmerz. Alles ist egal, ich nehme sie auf die Arme und gehe zurück. Die Pforte schließt sich, wieder einmal betrogen, denke ich. Es fällt mir nicht leicht, aber das ist nun mal meine Aufgabe, denn ich bin der Gesandte des Todes. Kommentare![]()
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