Geschichte![]()
Es war einmal ein kleiner Prinz.... Dieser lebte mit seinem Vater, der von seinem Volk, ob seiner ausbeuterischen und egoistischen Regentschaft über sein Reich, gefürchtet wurde, in einem Land ,weit weg von dem unsrigem Lande, nur über 9 Berge, und durch sieben Wälder und 10 Seen zu erreichen. All das, was sein Volk besaß, das wollte der König auch besitzen. Aus diesem Grunde sandte er am siebenten Tag jeder Woche zum ersten Sonnenstrahl seine Gesandten mit seinem Heer aus, damit sie seine Machtgier befriedigen konnten und nahm somit immer mehr seinen Untertanen von Hab und Gut weg. Eines Tages jedoch ereignete sich eine Begebenheit, welche das Leben des kleinen Prinzen fortan verändern sollte. Wie sooft spielte er am Morgen eines jeden Tages mit der Tochter der Magd in der Küche. Auf einmal klopfte es sehr verhalten an der Tür... Der kleine Prinz öffnete neugierig die Tür... Vor ihm stand ein total erschöpfter, alter und grauhaariger Mann, dessen Alter kaum zu schätzen war. Dieser alte Mann mußte einen langen Weg hinter sich haben. Eine traurig anmutende Gestalt stand da vor dem kleinen Prinzen. Die Kleidung des alten Mannes sah vor langer Zeit wohl auch schon bessere Zeiten und seine Stiefel wurden nur noch durch ein Provisorium von Lederflicken zusammengehalten. Der alte Mann fragte ruhig aber mit zittriger und leiser Stimme: " Lieber kleiner Prinz, ich komme von einem Dorf in Deines Vaters Reich. Es liegt 3 Wälder und 4 Sonnenuntergänge von dem Schloß entfernt. Dein Vater nahm uns alles an kleinem Besitz ,was wir besaßen. Wir hungern und können nur noch durch Betteln überleben. Habt Gnade, kleiner Prinz und schenkt uns etwas zu essen." Der kleine Prinz schaute erst den alten Mann, dann die Tochter der Magd an und es herrschte eine stumme Übereinkunft. Der Sohn des bösen Königs sammelte zusammen mit seiner Spielgefährtin alles ein, was er an Essbarem und Trinkbarem fand, packte es in zwei große Jutesäcke und rief den Wachtposten zu "Gebt diesem Mann hier eine Kuschte, ladet all die Säcke auf, schekt ihm noch aus unserem Lager noch zwei Säcke Saatgut, Gänse, Schafe, Hühner und Ziegen und fahrt ihn in sein Dorf". Der Soldat tat wie ihm befohlen. Dem alten Mann kullerten ein paar Tränen übers Gesicht und mit weicher und immer noch zittriger Stimme bedankte er sich beim kleinen Prinzen: "Habt Dank kleiner Prinz, das werden wir Euch nie vergessen. Wenn Euch die Not einmal heimsuchen sollte, bei uns werdet ihr immer offene Türen vorfinden". Als die Küchenmagd vom Einkauf auf dem Markt am Schloß heimkam und die Bescherung sah, schlug sie die Hände über den Kopf und stammelte nur " Wenn das der König erfährt, dann werden wir Buße tun müssen und alles verlieren"... Mittlerweile sprach sich die Tat des kleinen Prinzen im Schloß herum. Diese drang bis an die Ohren des mächtigen Herrschers.. Voller Zorn befahl er seinen Sohn zu sich. Sein Sohn tat wie ihm aufgetragen wurde und begab sich in die herrschaftlichen Gemächer seines Vaters. Als sein Vater ihn sah, brüllte er in seinem Zorn so laut, dass es die alten ehrfürchtigen Schloßmauern fast erbeben ließ: " Mein Sohn, ich verbanne Dich aus meinem Schloß, Du sollst zu denen gehen, denen Du meinen Reichtum in den Rachen warfst". Der kleine Prinz, ganz verstummt, ging und über sein Gesicht kullerten Tränen. So grausam sein Vater doch war, aber er liebte ihn doch. Hinter dem kleinen Prinzen schlossen sich die schweren Tore des Schlosses. Er wanderte ohne Ziel drauflos. Im ersten Wald begegnete ihm eine Schar dunkler Gesellen, die wohl nichts Gutes im Schilde führten. Sie wollten gerade ihre Messer zücken, als der kleine Prinz zu ihnen sagte: " Ich schenke Euch meine kleine Prinzenkrone und mein edles Über-Gewand, damit ihr es zu Essbarem umwandeln könnt. Den dunklen Gestalten verschlug es die Sprache und bei manch einem dieser hartgesottenen Burschen kullerten gar ein paar Tränen... Der Prinz traf auf seinem weiteren Weg im zweitem Wald einen kleinen Jungen der in seiner Körperstatur fast dem Prinzen einem Ebenbild gleichkam. Dieser kleine Junge zitterte vor Kälte am ganzen Leib , denn er trug nur ein dünnes Leibchen und eine zerfetzte Hose, aus vielen einzelnen Stoffteilen zusammengenäht. Aus seinen Hosenbeinen lugten keine Stiefel, nein nicht einmal Schuhe bedeckten seine Füße. Ohne zu zögern kam das Folgende über Lippen des kleinen Prinzen: " Komm wir tauschen die Kleidung, meine edle Prinzenkleidung benötige ich ja nicht mehr und meine Stiefel schenke ich Dir auch, damit Du nie mehr frieren brauchst" Nun wanderte der kleine Prinz barfuss und auch bald frierend in den letzten Stoffteilen des kleinen Jungen weiter. Im dritten Wald angekommen, entdeckte er einen kleinen Fuchs, einen Jungfuchs, der hilflos schon vor dem Verhungern stand. Der kleine Prinz dachte "Auch die Tiere dieses Reiches haben ein Recht auf Leben. Ich nehme den kleinen Fuchs mit und verhülle ihn mit meinem Hemd, damit er nicht erfriert." Nach dem mühsamen Durchschreiten von 3 Wäldern und nach 4 Sonnenuntergängen, da entdeckten seine Augen von weitem Licht. Er ging, obwohl total erschopft und vor Kälte zitternd, schneller, um zu sehen, was es mit dem Licht, welches sich nun immer näherkommend zu einem Lichtermeer vergrößerte auf sich hatte... Im strahlendem Glanz dieses hellen Scheins vieler unzählbarer Lichter angekommen, bemerkte er, dass er in einem großem Dorf angekommen war. Er klopfte an die Tür des ersten Hauses. Ein kleiner Junge öffnete ihm und rief "Großpapa, wir haben Besuch" und bat den kleinen Prinzen in dieses im hellen Licht der Wärme erstrahltem Haus. Als er eintrat und den alten Mann mit dem grauem Haar sah, kullerten vor Freude Tränen über das Gesicht des kleinen Prinzen. Es war der alte Mann, der damals hilfesuchend an der Küchentür des Schlossees anklopfte und dem er half und dafür von seinem Vater in die Verbannung geschickt wurde... Der alte Mann begrüßte ihn mit ruhiger sanfter Stimme: "Mein kleiner Prinz, sei herzlich Willkommen, dank Deiner großzügigen Gaben müssen wir nun nicht mehr hungern" . Dem alten Mann wurde schnell bewußt, warum er den Prinzen in diesem traurig ausschauendem Zustand sah : " Kleiner Prinz, dein Vater verstieß dich für eine Tat eines großen Prinzen, eines Prinzen aller Herzen! Wenn der Tag kommt, und Du auf den Thron dieses Reiches steigst, wird dies das Land der Herzlichkeit werden! Solange wirst Du bei uns leben und aufgenommen werden wie mein eigener Enkel... Und so vergingen Jahre..., bis der König eines Tages in Einsamkeit starb und der nun mittlerweile große Prinz als rechtmäßiger Nachfolger den Thron bestieg. Seitdem gibt es in im ganzen Lande keine Armut und kein Hungern mehr. Kein Untertan, der für ein Laib Brot betteln gehen muß. Und wenn doch, dann ist er immer in der Küche des Königs der Herzen willkommen! Und wenn er nicht gestorben ist...dann lieben ihn heute auch noch der alte grauhaarige Mann, die dunklen Gestalten des Waldes, der kleine Junge des Waldes, der in seinen Stiefeln nachhause fand und der Jungfuchs den er vorm Verhungern rettete... Kommentare![]()
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